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Wasserqualität von Möhne und Ruhr wird immer besser

Wasserqualität von Möhne und Ruhr wird immer besser

 

Möhnesee.  Die Wasserqualität von Möhne und Ruhr wird immer besser. Mit dieser Erkenntnis kam der Körbecker CDU-Ratsherr Klaus Peter Teipel von der Informationsveranstaltung für die kommunalen Delegierten der Verbandsversammlung des Ruhrverbandes zurück.

Mit der Veröffentlichung der 44. Ausgabe des Ruhrgüteberichts, so Teipel, legt der Ruhrverband auf über 200 Seiten dar, wie sich der Zustand der heimischen Gewässer entwickelt hat. Dieser enthält eine anschauliche Darstellung von Daten und Informationen, die einen Einblick in den physikalisch/chemischen und ökologischen Zustand der Gewässer in unserer Region gibt. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Trinkwassergewinnung, die mit der Versorgung des Ruhrgebiets eine besondere Rolle spielt.

Kein Nitratproblem:

Als besonders erfreulich bewertet Teipel, dass es im Einzugsgebiet der Ruhr sowohl im Grundwasser als auch in den Flüssen und Seen kein Nitratproblem gibt, da sich weder im Sauerland noch im Ruhrgebiet eine intensive Landwirtschaft etabliert hat. Die Nitratbelastung der Ruhr bei Essen konnte von 1990 bis 2016 durch den Ausbau der Kläranlagen sogar um 47 Prozent gesenkt werden und liegt knapp 80 Prozent unter dem Grenzwert der Oberflächengewässerverordnung. Dementsprechend gut fallen auch die Nitratwerte im Trinkwasser aus, sie liegen weit unter dem zugelassenen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Die Jahresmittelwerte 2016 bewegten sich zwischen 7 und 15 Milligramm pro Liter. „Ein tolles Ergebnis“, so CDU-Ratsherr Teipel weiter, und das ob der in anderen Regionen aktuellen Problematik.

10 Jahre PFT im Einzugsgebiet der Möhne

Ausführlich erörtert wird in dem Ruhrgütebericht das vor über 10 Jahren aufgetretene PFT-Problem. Im Jahr 2006 wurden erhöhte Gehalte an den bis dahin weitgehend unbekannten Perfluorierten Tensiden (PFT) festgestellt. Als wesentlicher Eintragspfad wurden Auswaschungen aus einer illegal mit PFT-belasteten Industrieschlämmen kontaminierten landwirtschaftlichen Fläche bei Brilon-Scharfenberg ermittelt. Darüber gelangten PFT in die Möhne und die Ruhr. Heutzutage gehören Perfluorierte Tenside zu den am intensivsten untersuchten organischen Spurenstoffen in der Ruhr. Es zeigt sich, dass sowohl die Immission in Möhne und Ruhr in den vergangenen zehn Jahren stark gesunken sind und nur noch etwas mehr als 10 % der Werte des Jahres 2007 betragen. Die Belastung der Ruhr ist für die Trinkwassergewinnung bei einem Leitwert von 100 ng/l für die Einzelkomponenten PFOA und PFOS heute ohne Bedeutung; das Jahresmittel beträgt aktuell 13 ng/l.

Der Ruhrgütebericht kann auf der Internetseite des Ruhrverbandes heruntergeladen werden: http://ruhrverband.de/fileadmin/pdf/presse/wissen/Ruhrguetebericht_2016.pdf

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